Basteln mit pflanzlichen Materialien

Die Fleur @ Home-Floristin Rita Van Gansbeke findet ihre Inspiration in der sie umgebenden Welt, vor allem aber in der Natur selbst. Blumen, Blätter, Schoten, Zweige… nähren ihre Phantasie. „Ich suche nach Elementen in der Natur, die ich zusammen mit Blumen verwende, um eine Kombination zu schaffen, die auffällt.“

Was genießen Sie im Herbst?

„Oh, diese Farben und diese Gerüche, das ist wirklich toll für mich. Und wenn die Sonne noch da ist, ist alles perfekt. Ich mag die Farben wirklich. In diesen Zeiten gefällt mir die Natur noch mehr.“

Mit welchen Materialien aus der Natur arbeiten Sie diese Saison?

„Für mich ist dieser Herbst eine Ode an die Platane, ein Baum, der seine Blätter lange Zeit behält. Im Herbstspecial [email protected] kreiere ich eine Baumscheibe, auf der die Blattstiele der Platane (Platanus) stehen. Zwischen den Blattstielen gibt es einige schöne Orchideen. Es ist eine Kreation mit wunderschönen Herbstfarben. Wenn man das Gesteck auch für Weihnachten verwenden will, kann man die Röhren (das Ende der Blattstiele) mit Gold besprühen und etwas Licht hinzufügen. Das Ganze wird mit kleinen Perlen dekoriert.“

In der neuen [email protected] finden wir noch mehr einzigartige Herbstkreationen aus Ihrer Hand. Welches Blumengesteck sticht für Ihnen am meisten hervor?

„Der Blumenentwurf mit den tanzenden Schoten. Ich finde diese Arbeit sehr gelungen, vielleicht sogar die schönste, die ich je gemacht habe. Sie ist bereits in die Welt hinausgegangen, weil ich sie zum ersten Mal für Fleuramour in Alden-Biesen gemacht habe und jetzt möchte ich sie in die neue ‚Internationale Blumenkunst 2020/2021‘ der Stichting Kunstboek (ein Buch, das alle zwei Jahre den State of the art des Blumendesigns bündelt, Anm.d.Red.) aufnehmen. Im nächsten Jahr weiß ich mehr darüber.“

„Die Kursteilnehmer und Hobbyfloristen freuen sich sehr über das Duo aus Jutekränzen in Holzrahmen. Es ist ein nachhaltiges Werk, das einige Jahre lang im Wohnzimmer hängen kann, und das ist auch wichtig.“

Wie kam die Arbeit der tanzenden Schoten zustande?

„Die besten Werke entstehen einfach so und man arbeitet nicht allzu lange an ihnen, glaube ich. Wir haben seit Jahren Blauregen im Garten. Letztes Jahr hingen eine Menge Schoten daran. In vielen dieser Hülsen erkennt man die weibliche Körperform. Also suchte ich sie aus, ging in mein Atelier und begann mit den Materialien zu arbeiten, die noch da waren. Mit Eisendraht gab ich den Schoten Füße. Wenn du jemandem Füße gibst, wird er vermenschlicht. Dann machte ich Papierhüte in Form einer Blume. Es war sofort da. Dieses Jahr hatte ich wieder eine reiche Ernte, und ich begann wieder zu arbeiten.“

Können wir sagen, dass die Natur Ihre größte Inspirationsquelle ist?

„Sicher, ich komme vom Lande, und meine Eltern waren Floristen. Echte Floristik, das ist etwas, das es damals noch nicht wirklich gab, aber meine Mutter füllte die Blumenkästen mit den richtigen Kombinationen und fertigte mit natürlichen Materialien wunderschöne Kreationen für Allerheiligen an. Die Natur hat eine Menge zu bieten. Außerdem habe ich keinen Laden mit Unmengen von Blumen. Also suche ich nach Elementen in der Natur, die ich zusammen mit Blumen verwende, um eine Kombination zu schaffen, die auffällt.“

Danke für die angenehme Unterhaltung, Rita.

www.plantaardigbeschouwd.be


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